FC Stäfa 1895

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Der Fürst lässt bitten, Stäfa lässt grüssen!
11.10.2026

Der Fürst lässt bitten, Stäfa lässt grüssen!

Der FC Stäfa kehrt von seinem ersten internationalen Auftritt mit drei verdienten Punkten aus dem Fürstentum Liechtenstein an den Zürichsee zurück. Dank einer engagierten und konzentrierten Mannschaftsleistung bezwingen die Seebuben den FC Balzers mit 2:1. Kohler und Schmitt sorgten mit ihren Treffern in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung. Der späte Anschlusstreffer von Degen änderte am Verdikt nichts mehr. Damit bestätigt der Aufsteiger seine bislang makellose Auswärtsbilanz und belegt aktuell den hervorragenden dritten Tabellenrang.

Mit dem FC Balzers stand an diesem regnerischen Samstag ein durchaus besonderer Verein auf dem Programm. In den vergangenen Jahren pendelte die Mannschaft zwischen der 1. Liga und der 2. Liga interregional hin und her. 2024 verpasste man den erneuten Aufstieg einzig aufgrund des Strafpunktesaldos. Aktuell stehen zahlreiche liechtensteinische Nationalspieler im Kader. Das Team trainiert 4x in der Woche, also doppelt so viel wie die Stäfner. Was einmal mehr die fast schon philosophische Frage des Grenznutzens einer zusätzlichen Trainingseinheit aufbringt. 

Noch bemerkenswerter ist allerdings die internationale Bekanntheit des Vereins. Der FC Balzers ist nämlich ein erstaunliches Social Media Phänomen. Dank dem Aufruf eines argentinischen Influencers explodierte die Zahl der Instagram Follower um den Jahreswechsel 2024/25 auf über 400'000. Dagegen nahmen sich die damals rund 256'000 Follower des FC Basel geradezu bescheiden aus. Nun denn. Follower bringen Publizität, Likes und vielleicht auch ein paar Sponsoren. Meisterschaftspunkte hingegen werden nach wie vor im Schweisse des Angesichts auf dem Rasen erkämpft. Und gekämpft hat die Stäfner Elf an diesem Nachmittag vorbildlich.

Die ernüchternde Niederlage gegen den FC Ruggell eine Woche zuvor nagte offensichtlich am Selbstverständnis der Elmer Elf. Entsprechend simpel fiel die Vorgabe aus: Nicht 90 Prozent, nicht 98 Prozent Engagement. Heute zählen 100 Prozent. Mindestens. Und die Botschaft war angekommen. In den ersten 30 Minuten bekamen die Zuschauer eine überzeugende Vorstellung der Gäste vom Zürichsee zu sehen. Beide Mannschaften bemühten sich um einen gepflegten Spielaufbau und wollten das Geschehen mit dem Ball am Fuss kontrollieren. Stäfa gelang dies zunächst besser. Die Seebuben kombinierten gefällig, gewannen wichtige Zweikämpfe und erspielten sich durchaus Möglichkeiten zur Führung.

Gegen Ende der ersten Halbzeit übernahm dann Balzers zunehmend das Zepter und kam seinerseits zu guten Gelegenheiten. Doch Brecher im Stäfner Tor hatte etwas dagegen und machte alles zunichte, was in Richtung seines Gehäuses kam. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Ein Resultat, das dem Gezeigten durchaus entsprach, auch wenn der sogenannte Expected Goals Wert, kurz xG, wohl leichte Vorteile für Stäfa ausgewiesen hätte. Aber bekanntlich werden Fussballspiele nicht mit statistischen Erwartungswerten entschieden.

Nach dem Pausentee übernahm Stäfa erneut die Kontrolle über das Geschehen. Vorerst allerdings ohne zählbaren Ertrag. Dazu brauchte es einen Angriff der Marke «mustergültig». Geduldig liessen die Stäfner den Ball rund um den gegnerischen Strafraum zirkulieren. Dann ging es plötzlich schnell. Widmer brachte eine scharfe Hereingabe in die Gefahrenzone und legte damit Kohler den Ball praktisch pfannenfertig vor. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und schob zur verdienten Stäfner Führung ein.

Nun nahm die Partie richtig Fahrt auf. Balzers musste die defensiven Reihen öffnen und Stäfa konnte sich auf jene Disziplin konzentrieren, die der Elmer Elf besonders liegt: kompakt stehen, den Gegner kommen lassen und bei Ballgewinn blitzschnell umschalten.

Auch das zweite Stäfner Tor war das Resultat eines zügig vorgetragenen Angriffs. An dessen Ende stand ein langer Ball von Erne. Saethre liess das Leder in bester Schlitzohrmanier passieren und düpierte damit die Balzner Hintermannschaft. Am zweiten Pfosten lauerte Schmitt, der keine Mühe bekundete, zum 2:0 einzuschieben. 

Die Schlussviertelstunde moderierte Stäfa anschliessend weitgehend souverän über die Zeit. Mehr noch: Bei etwas mehr Konsequenz im Abschluss hätte das Skore durchaus noch höher ausfallen können. Balzers bemühte sich zwar redlich, fand aber kaum mehr Mittel, um die gut organisierte Stäfner Defensive ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Der späte Anschlusstreffer von Degen im Anschluss an einen Eckball war zwar durchaus sehenswert, wirkte in seiner Entstehung allerdings etwas zufällig. Ob der Torschütze selbst genau erklären könnte, wie der Ball den Weg ins Netz fand, darf zumindest bezweifelt werden. Sei es drum: Schön war das Tor allemal. Und plötzlich keimte im Ländle doch noch einmal Hoffnung auf. Doch diese währte nur kurz. Nach 94 Minuten beendete der umsichtig leitende Schiedsrichter die Partie. Die social media likes bleiben im Ländle, die Punkte gehen nach Stäfa.

Der zwölfte Mann reiste mit der Bahn an

Apropos Anhang. Was die Fans rund um den «Scharfe Egge, FC Stäfa 12. Maa» an diesem Nachmittag boten, verdient eine besondere Erwähnung. Mit Zug und Bus waren sie ins Fürstentum Liechtenstein gereist, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Schon beim Aufwärmen war die Stäfner Trommel von weither zu hören. Während der Partie sorgten Gesänge und ebenso würzige wie lautstarke, megafonverstärkte Kommentare für eine Stimmung, die man in Balzers wohl kaum kannte. Gerüchteweise ging dem Buvettenwagen nach der Pause sogar das Bier aus. Ob dies nun der Trinkfestigkeit der Stäfner Anhängerschaft oder der mangelhaften Beschaffungsplanung des Wirts zuzuschreiben war, dürfte sich wohl nie abschliessend klären lassen. Sicher ist nur: Das versiegen des Zapfhahns änderte nichts an der der Unterstützung der Mannschaft. 

Fazit: Unangenehm gut

Die Mischung aus beinharten, nüchternen Verteidigern, unermüdlichen Dauerläufern im Mittelfeld und Stürmern, die man besser keine Sekunde aus den Augen lässt, macht aus der Frohberg Elf einen äusserst unangenehmen Gegner. Das liegt weniger an spielerischer Zauberei als vielmehr an einer bemerkenswerten Geschlossenheit, einer klaren Spielidee und der Bereitschaft, füreinander auch jene Meter zu laufen, die auf keiner Statistik besonders gut aussehen. Um das zu verinnerlichen reichen offensichtlich auch 2 intensive Trainingseinheiten in der Woche. 

 

Balzers: 250 Zuschauer 

FC Balzers - FC Stäfa 1865 1:2

Tore: 63. Kohler 0:1; 70. Schmitt, 87. Degen 1:2

Stäfa: Brecher, Berger, Eichenberger, Zucco (88. Wetter), Widmer, Kohler (74. Carvalho), Erne (90. Dietrich), Lederer, Schmitt, Kelterborn (80. Sommer), Ruckstuhl (67. Saethre)

Bemerkungen: 

Stäfa ohne: Krammer, Texeira, Migliaretti, Rasonyi (alle rekonvaleszent), Revel, Pfammater Reichling (abwesend)

 

(mk)

FCS2: Last-Minute-Remis in Fehraltorf
11.10.2026

FCS2: Last-Minute-Remis in Fehraltorf

Der FC Stäfa 2 zeigte gegen Fehraltorf grossen Kampfgeist und sicherte sich in einem turbulenten Spiel ein stark erkämpftes 3:3-Unentschieden.

Die Partie begann zunächst schwierig für Stäfa. Nach einer Unordnung in der Defensive geriet das Team früh mit 0:1 in Rückstand. Die Reaktion liess jedoch nicht lange auf sich warten: Sammy Reichling wurde mit einem Steilpass von Pascal Fischer lanciert und verwertete zum 1:1-Ausgleich.

Stäfa blieb dran und kam kurz darauf dem Führungstreffer ganz nahe. Später schien ein Abschluss Fehraltorfs bereits zum 2:1 einzuschöagen, doch Frederick Milz klärte den Ball in letzter Sekunde auf der Linie. 

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach einer Flanke von Cristofer Sommer brachte Levin Nosiadek Stäfa mit einem Knaller unter die Latte in Führung. Doch Fehraltorf schlug wenig später zurück und glich zum 2:2 aus. Erneut sah die Stäfner Defensive nicht optimal aus.

Vor der Pause beruhigte sich das Spiel etwas, wobei Stäfa bei einigen Standardsituationen gefordert war. Nach dem Seitenwechsel gelang Fehraltorf schliesslich der Treffer zum 3:2. Zudem wurde ein vermeintlicher Treffer von Pascal Fischer wegen Abseits aberkannt. Trotz dieser Rückschläge liess sich Stäfa nicht unterkriegen und kämpfte weiter um den Ausgleich zu erzwingen.

Und tatsächlich: In der 90. Minute brach grosser Jubel aus! Erneut war es Cristofer Sommer, der mit einer punktgenauen Flanke die perfekte Vorlage lieferte. Patrice Huber stand ideal und verwertete zum umjubelten 3:3-Ausgleich! Mit diesem späten Treffer belohnte sich Stäfa für den unermüdlichen Einsatz und die Moral, die die Mannschaft bis zur letzten Sekunde auf den Platz brachte.

Die Mannschaft bewies eindrücklich, dass sie sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen lässt und bis zum Schluss für- und miteinander kämpft.

 

(sr)

Heimniederlage gegen Ruggell
05.10.2026

Heimniederlage gegen Ruggell

Angesicht der Tabellenlage geht Stäfa als Favorit in diese Partie. Nach 90 Minuten sieht die Gefühlslage allerding ein wenig anders aus: hängende Köpfe am Zürichsee, lachende Gesicht auf dem Heimweg Richtung Lichtenstein. Der Gast besiegt die Stäfner mit 3:1.

Das Spiel beginnt sehr intensiv. Die Zweikämpfe werden auf beiden Seiten stark geführt und das Pressing ist auch hoch. So vergeht es bis zur ersten nennenswerten Chance rund 14 Minuten. Ruckstuhl wird herrlich angespielt, er verpasst den ersten Treffer der Partie aber knapp. In der 20. Minute zappelt dann das Netz hinter Brecher ein erstes Mal. Gezählt hat es aber wegen Offside nicht. Nur 5 Minuten später zieht Pereira aus gut und gerne 30 Meter ab und erzielt mittels Flatterball das 1:0 für die Gäste. Die Stäfner versuchen zu reagieren, allerding immer erfolglos. Nach einem sehr schön heraus gespielten Konter erzielt Ospelt den 2ten Treffer für die Gäste, Brecher im Tor ist chancenlos. Rund 6 Minuten später, als die Ersten Zuschauer bereits den Pausentee holen möchten, erzielt das Geburtstagskind Schmitt den Anschlusstreffer zum 1:2. Er wurde herrlich von Kelterborn freigespielt. Somit bleibt es spannend für die zweite Halbzeit. 

Die Stäfner kommen gleich nach der Pause zu zwei guten Möglichkeiten, scheitern allerdings am Torhüter. Danach scheint ein wenig die Luft draussen zu sein. Stäfa zeigt sich zwar bemüht, aber vor allem rund um den 16er sind sie zu wenig präsent. Auch verlieren sie immer mehr Zweikämpfe. So erzielen die Gäste in der 64. Minute den dritten Treffer. Es scheint, als wäre das schon fast der Genickschlag gewesen. Die Mannen vom See versuchen zwar das Tempo weiterhin hochzuhalten. Viel Zählbares schaut aber nicht raus. Und so nehmen die Gäste vom FC Ruggell die drei Punkte mit.

 

Tore: 25’ Pereira 0:1, 33. Ospelt 0:2, 40’ Schmitt 1:2, 63 Ospelt 1:3

 

Stäfa: Brecher, Berger, Eichenberger, Lederer (76’ Lopes), Saethre (76’ Kohler), Ruckstuhl (58’ Zucco), Kelterborn, Widmer (85’ Migliaretti), Schmitt, Sommer (58’ Dietrich), Erne

 

Frohberg, 220 Zuschauer

Verwarnung: Stäfa 0, Ruggell 3

 

(cm)

ZSU1: Zwischen Fehlstart und Aufholjagd
05.10.2026

ZSU1: Zwischen Fehlstart und Aufholjagd

Die Ecke kommt in den Strafraum, Lilly trifft – 3:1! Plötzlich ist die Hoffnung zurück. Geht hier doch noch etwas? Nach einer zähen ersten Halbzeit und drei Gegentoren hat sich ZSU endlich ins Spiel gekämpft. Der Ball läuft, das Team glaubt wieder an sich. Doch reicht dieser neue Schwung, um dem Match noch eine Wendung zu geben?

Einige Stunden zuvor deutete noch wenig auf diesen schwierigen Nachmittag hin. Um 13:30 Uhr besammelte sich das ZSU im Widenbad in Männedorf. Die Sonne schien, die Stimmung war gut und die Vorfreude gross. Das Ziel war klar: gemeinsam eine starke Leistung zeigen und drei Punkte mitnehmen.

Doch kaum hatte das Spiel begonnen, bekam diese Zuversicht einen ersten Dämpfer. Bereits nach zwei Minuten durchbrach eine Wiediker Angreiferin unsere Abwehr. Die Offside-Falle griff nicht, und plötzlich lief sie allein auf unsere Torhüterin zu. Diese hatte im Eins gegen Eins kaum eine Chance. Die Angreiferin schloss souverän ab. 0:1, noch bevor ZSU richtig im Match angekommen war.

Rund fünf Minuten später folgte der nächste Schock. Wieder die gleiche Situation, wieder eine Angreiferin, die unserer Abwehr entwischte, wieder ein abgeklärter Abschluss. Innerhalb weniger Minuten stand es 0:2. Der erhoffte Start war damit gründlich misslungen.

ZSU versuchte, Halt im eigenen Spiel zu finden. Doch die erste Halbzeit blieb mühsam. Die Hitze kostete Kraft, vieles wollte nicht gelingen und Wiedikon gab den Rhythmus vor. Wir liefen hinterher, kamen kaum ins Zusammenspiel und fanden nur schwer einen Weg, das Geschehen selbst zu bestimmen. Die Pause bot die dringend benötigte Gelegenheit, durchzuatmen und sich neu zu sammeln.

Und tatsächlich: Nach dem Seitenwechsel war ZSU präsenter. Wir hielten den Ball länger in den eigenen Reihen, liessen ihn zirkulieren und fanden einander besser. Schritt für Schritt kamen wir in den Match. Zum ersten Mal entstand das Gefühl, dass wir Wiedikon etwas entgegensetzen konnten.

Doch genau in dieser Phase folgte ein besonders bitterer Rückschlag. Eine ZSU-Spielerin wurde vom Ball im Gesicht getroffen, von dort sprang er ins Tor. Eine äusserst unglückliche Szene, und plötzlich stand es 0:3. Gerade als unser Spiel besser wurde, schien die Aufgabe noch einmal grösser zu werden.

Aber ZSU gab sich nicht geschlagen. Wir spielten weiter, hielten zusammen und suchten unsere Möglichkeiten. Dann bekamen wir eine Ecke. Halisa trat an und brachte den Ball gezielt auf Lilly. Diese nutzte ihre Chance: 1:3!

Dieser Treffer war mehr als eine Ergebniskorrektur. Er gab uns neuen Mut. Plötzlich schien wieder etwas möglich. Wir hatten den Ball, kombinierten besser und wollten nachlegen. Nach dem schwierigen Beginn war ZSU nun endlich im Spiel und bereit, um jede weitere Chance zu kämpfen.

Doch die Hoffnung erhielt kurz vor Schluss den entscheidenden Dämpfer. Ein unglückliches Eigentor führte zum 1:4. Statt eines weiteren Schrittes zurück in den Match fiel damit die endgültige Entscheidung. Wenig später ertönte der Schlusspfiff.

Mit hängenden Köpfen verliessen wir den Platz. Es blieb die Enttäuschung über die Niederlage, aber auch das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Der frühe Rückstand hatte schwer gewogen. In der zweiten Halbzeit zeigten wir jedoch, dass wir zusammenspielen, dagegenhalten und auch nach Rückschlägen weiterkämpfen können. Genau daran gilt es im nächsten Match anzuknüpfen, vom ersten Anpfiff an.

 

 

(hm)

 FC Stäfa 2 bleibt weiterhin auf Erfolgskurs
05.10.2026

FC Stäfa 2 bleibt weiterhin auf Erfolgskurs

Nach vier ungeschlagenen Spielen in Folge empfingen die Stäfner auf dem Frohberg den FC Bauma 1, der seinerseits mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen anreiste. Es war also ein Duell zweier formstarker Mannschaften zu erwarten. Die Stäfner liessen jedoch von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie ihre Serie fortsetzen wollten, und überzeugten mit einer starken Mannschaftsleistung.

Von Beginn an übernahmen die Stäfner die Kontrolle über das Spiel und liessen den Ball mit viel Ballbesitz durch die eigenen Reihen laufen. Zwar erspielte sich das Heimteam einige Chancen, wirklich gefährlich wurde es vor dem Tor der Baumer zunächst jedoch nicht. In der 16. Minute sollte sich die spielerische Überlegenheit dann erstmals auszahlen: Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Pascal Fischer und Sammy Reichling landete der Ball bei Nosiadek, der ihn gekonnt und leicht im Tor unterbrachte. Damit gingen die Stäfner verdient mit 1:0 in Führung.

Auch nach dem Führungstreffer blieb Stäfa die spielbestimmende Mannschaft. Der FC Bauma 1 kam zwar zunehmend zu eigenen Chancen, doch die Stäfner Defensive hielt dagegen und liess zunächst nichts anbrennen. Kurz vor der Pause setzten die Gastgeber dann ein weiteres Ausrufezeichen. In der 44. Minute spielte Sammy Reichling einen perfekt getimten Steilpass auf Pascal Fischer, der den Ball gekonnt zu Diego Enzler weiterleitete. Dieser blieb vor dem Tor eiskalt und schob den Ball flach in die weite Ecke. Mit dem 2:0 ging es für die Stäfner in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Stäfner nahtlos an ihre starke Leistung an und machten weiterhin Druck. Bereits in der 50. Minute fiel das nächste Tor: Nach einem gewonnenen Einwurf von Cristofer Sommer entstand ein schönes Zusammenspiel der Stäfner. Robin Hilfiker fand sich schliesslich mit dem Ball am Flügel wieder und schlug eine perfekte Flanke in den Strafraum. Dort stand Sammy Reichling goldrichtig und verwertete die Hereingabe direkt zum 3:0.

Trotz des deutlichen Rückstands gab sich der FC Bauma 1 nicht geschlagen und kämpfte weiterhin um jeden Ball. Die Gäste kamen auch in der Folge zu einigen guten Möglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder an der stark organisierten Stäfner Defensive. Die Gastgeber liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und warteten geduldig auf weitere Chancen.

In der 77. Minute bot sich Stäfa nach einem Freistoss die nächste Möglichkeit. Der Ball gelangte zu Justin Hunziker, von wo aus die Aktion weiterging. Sammy Reichling erhielt den Ball auf der Seite und schob ihn souverän zum 4:0 ins Tor. Damit war die Partie endgültig in Stäfner Händen.

Nach einigen Wechseln aufseiten des FC Stäfa 2 kam nochmals frische Energie ins Spiel. Die Stäfner nutzten die neuen Kräfte, während sich beim FC Bauma 1 zunehmend Fehler einschlichen und die Gäste kaum mehr zu gefährlichen Aktionen kamen.

In der 88. Minute profitierte Justin Hunziker von einem Fehlpass des Baumer Innenverteidigers, eroberte sich den Ball und zog aus der Distanz ab. Mit einem satten, tiefen Schuss in die linke Ecke liess er dem gegnerischen Torhüter keine Chance und erhöhte auf 5:0.

Doch damit war der Torhunger der Stäfner noch nicht gestillt. In der 91. Minute kam Robin Hilfiker zum Abschluss und prüfte den Baumer Torhüter. Dieser konnte den Schuss zwar zunächst abwehren, doch Justin Hunziker stand erneut goldrichtig und verwertete den Abpraller zum 6:0-Endstand. Mit seinem zweiten Treffer innerhalb weniger Minuten setzte er den Schlusspunkt unter eine überragende Mannschaftsleistung. 

Mit einem deutlichen 6:0-Heimsieg setzt der FC Stäfa 2 ein klares Zeichen. Gegen einen Gegner, der mit drei Siegen in Folge angereist war, überzeugten die Stäfner über die gesamte Spielzeit mit viel Ballbesitz, Spielfreude und einer starken Defensivleistung. Besonders erfreulich war dabei, dass die Mannschaft auch nach der Pause nicht nachliess und bis zum Schlusspfiff offensiv gefährlich blieb.

Dank dieses überzeugenden Sieges klettert der FC Stäfa 2 auf den 1. Tabellenplatz und setzt seine Erfolgsserie fort. Fünf Spiele in Folge ungeschlagen – die Stäfner sind aktuell in bestechender Form und zeigen eindrücklich, dass mit ihnen im Kampf um die Tabellenspitze zu rechnen ist.

 

(fm)

Zum Abschied von Gerhard (Gery) Madl, 1946 - 2026
01.10.2026

Zum Abschied von Gerhard (Gery) Madl, 1946 - 2026

Kürzlich erhielt der FC Stäfa die traurige Nachricht, dass Gerhard «Gery» Madl vor rund einem Dreivierteljahr in seinem 80. Lebensjahr in seiner Heimat in Deutschland verstorben ist.  Mit ihm verliert der FC Stäfa eine legendäre Persönlichkeit, welche zu Beginn der 80er-Jahre die fussballerischen Geschicke der 1. Mannschaft erfolgreich leitete und als Spielertrainer mit seiner disziplinierten und kampfbetonten Trainings- und Spielmethode den Fussball in Stäfa zu seiner Zeit prägte.

Gery Madl begann seine fussballerische Karriere als aktiver Spieler im niederbayerischen Landkreis Passau beim SV Oberpolling. Als junger Spieler zog es ihn in die Schweiz zum FC Grenchen und zum FC Wettingen. Sein fussballerisches Talent führte Madl bis in die höchste Schweizer Liga, zum damaligen NLA-Verein FC Young Fellows (heute YF Juventus). 1978 heuerte er als Spielertrainer beim damaligen Erstligisten FC Stäfa an, welcher den mit allen deutschen Tugenden ausgestatteten Fussballer als Spielertrainer engagierte. Mit Madl wehte ein anderer Wind auf dem Stäfner Frohberg und seine knallharten Trainings und sein kampfbetontes Spiel bekamen Mit- und Gegenspieler sofort zu spüren. Nach zwei guten 1. Liga-Saisons jeweils auf dem 7. Tabellen-Schlussrang, verletzte sich der Stäfner Libero mit Nr. 7 schwer am Knie, was seine aktive Karriere auf dem Platz beendete. So coachte Madl seine dritte und letzte 1. Liga-Saison von der Bank aus und schaffte mit den Seebuben den erneuten Ligaerhalt. Nach drei erfolgreichen Saisons in Stäfa und nachfolgenden Trainerstationen u.a. in Männedorf, beendete Madl seine fussballerische Laufbahn in der Schweiz und kehrte in seine Heimat in den bayerischen Wald zurück.

An der 100-Jahr-Jubiläumsfeier im Jahre 1995 stattete Gery Madl als Ehrengast dem FC Stäfa nochmals einen Besuch ab. Trotz jahrelangen Kontakten zu einzelnen Stäfner Weggefährten wurde es danach immer stiller um ihn, bis die Kontakte aufgrund seines Gesundheitszustandes ganz abbrachen. 

Gery Madl war sowohl als Fussballer und als Mensch eine absolute Bereicherung für Stäfa. Seine Person und sein niederbayerischer Charme war überall beliebt und willkommen – in der Fussballszene wurde der schnauzbärtige Madl geschätzt und geachtet. 

Der FC Stäfa und alle, die Gery Madl im und um den Verein begegnet sind, werden ihn als tollen Spieler, engagierten Trainer, guten Kumpel und wunderbaren Menschen in Erinnerung behalten.

Servus Gery

(FCS)

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