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FCS2: Verschenkte Punkte

26.09.2025

FCS2: Verschenkte Punkte

Am Donnerstagabend, dem 26. September 2025, empfing unsere zweite Mannschaft den FC Hinwil auf dem Frohberg. Eine Mannschaft, welche bisher - mit lediglich drei Punkten aus den ersten vier Spieltagen - deutlich unter den eigenen Erwartungen blieb. Unser "Zwei" erzielte in dieser Spanne die selbe Ausbeute, war durch den Vollerfolg im letzten Spiel gegen den FC Maur jedoch motiviert und in der passenden moralischen Verfassung um weitere Punkte einzufahren. Die Direktbegegnungen gegen den FC Hinwil waren in der Vergangenheit stehts eine ausgeglichene Sache, wobei die Gäste letzte Saison punktemässig besser abschnitten. So war es das klare Ziel der Hausherren, an diesem kühlen Abend die drei Punkte auf dem Frohberg zu behalten.

Der Start verlief nach Mass und die Frohberger machten von Beginn weg Dampf. Es ist erlaubt zu sagen, dass die Stäfner mehr von der Partie hatten. Rasonyi nach wenigen Sekunden, ein gefähliches Durcheinander nach einem Eckball und ein kräftiger Villani Abschluss aus der zweiten Reihe waren der Ertrag.

Die Stäfner blieben aufsässig und Hinwil kam auf der anderen Seite lediglich durch Standards zu Offensiv-Aktionen. Dann, in der zwanzigsten Minute zappelte der Ball im Hinwiler Netz. Doch leider ertönte zuvor die Pfeife des Unparteiischen. Nach Konsultation der Veo-Aufnahme hätte man wohl auch laufen lassen können, da ein FCH-Abwehrspieler auf der gleichen Höhe stand. Enorm schwierig für den Schiedsrichter, weil von blossem Auge kaum ersichtlich.

Doch nur Momente später lag der Ball im anderen Tor und dort zählte der Treffer. Nach einem Einwurf wurden diverse situative Mängel im Stäfner Verhalten aufgedeckt. Die Raumaufteilung passte grundsätzlich nicht, Keller stach am Gegenspieler vorbei, aber leider auch am Ball, Reichling wurde per Lupfer etwas gar leicht ausgelassen und Bernet blieb am Ende ohne Abwehrchance gegen einen präzisen Halbvolley. Zwischen dem aberkannten und dem zählenden Treffer gab es noch einen genau so sehenswerten wie erwähnungswürdigen Distanzabschluss von Carvalho. Der Torwart konnte den Ball über die Latte lenken.

Diesen Rückschlag, praktisch aus dem Nichts, mussten die Seebuben erst mal verkraften. Doch bald folgte der nächste Aufreger. Einen weiteren Stäfa-Eckball brachte Reichling am zweiten Pfosten nochmal in die Mitte, Eberle lenkte in Richtung Tor ab, doch ein ausgefahrener Hinwiler Ellenbogen verhinderte den Ausgleich. Erneut ist zu erwähnen, dass auch diese Situation schwierig zu sehen war. Über den weiteren Spielverlauf gab es jedoch noch zwei weitere strittige Situationen, welche einen Stäfner Penalty hätten geben können. Spoiler: Es gab keinen davon. In der Summe: Sehr unglücklich!

Nach einem unsauberen Rückpass aus dem Mittelfeld konnte Villani am Verteidiger vorbeiziehen. Sein Abschluss konnte der Keeper mit dem Fuss gerade noch um den Pfosten lenken. So ging es mit einem eher unglücklichen 0:1 in die Kabinen.

Der Seitenwechsel brachte neuen Schwung. Von nun an war es praktisch nur noch das Heimteam, welches etwas für die Partie tat. Die Gäste konzentrierten sich auf Konter und Standards. Eigentlich das ganze Spiel durch, aber in der zweiten Halbzeit noch etwas deutlicher.

Doch Rasonyi, Carvalho, Revel oder auch Kelterborn konnten das Runde nicht im Eckigen unterbringen. In diversen weiteren Aktionen fehlte auch die letzte Genauigkeit. Teilweise auch das sogenannte Glück des Tüchtigen. Denn tüchtig waren die Hausherren allemal. Das tiefstehende Hinwiler Bollwerk machte es auch nicht unbedingt leichter.

In der 75. Minute, ein grosser Moment, welcher aufgrund des Spielstandes etwas unterging. Fausto Villani wurde ausgewechselt und sein letzter Einsatz war somit beendet. Nach 18 Jahren FC Stäfa, vielen Jahren davon und zahlreichen Toren in der 2. Mannschaft. Ein Teammitglied, dass man vermissen wird. Alles Gute und bleib gesund, Topskorer!

Aber dann! Nach einem Tappolet-Einwurf gelang der Ball via Jujic, Rasonyi und Carvalho wieder zu Rasonyi, welcher per Volley vollendete. Ein absolut verdienter Treffer, welcher das Spielgeschehen mehr als nur widerspiegelte.

Nur Sekunden später doppelte Rasonyi beinahe nach, verfehlte das Ziel jedoch knapp. Die Stäfner waren nun voll im Spiel und hatten Blut gerochen. Konnten sie die passiven Hinwiler nun bestrafen und die Partie noch drehen?

Die Hinwiler spielten wieder mit. Ein Schlenzer verfehlte das Tor und Bernet konnte später gekonnt abwehren. Der FCS2 machte weiterhin Druck, doch das entscheidende Tor sollte nicht mehr fallen. Trotz mehreren Angriffen und Abschlüssen.

Doch, was heisst "das entscheidende Tor sollte nicht mehr fallen"? Bereits tief in der Nachspielzeit, ein letzter Hinwiler Angriff. Wie in einem extrem schlechten Film, ohne Happy-End, erzielte Hinwil doch noch das 1:2. Die ungenügende Arbeit nach hinten wurde in dieser Situation brutal bestraft. Ein absoluter Stäfner Albtraum...

Weiter geht es am Sonntag, dem 5. Oktober, wieder auf dem Frohberg gegen den FC Volketswil. Der Anpfiff erfolgt um 12:30 Uhr. Sei dabei!


(nk)

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