FC Stäfa 1895

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Keine Luft für Glattbrugg - Bereit für den Sonntag

05.06.2026

Keine Luft für Glattbrugg - Bereit für den Sonntag

Mit einem frühen Doppelschlag durch Eichenberger und Saethre stellte der FC Stäfa die Weichen bereits nach 18 Minuten auf Sieg. Nach gut einer halben Stunde sorgte Kelterborn mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. In der zweiten Halbzeit verwaltete das Team von Jonas Elmer den Vorsprung nicht nur souverän, sondern legte durch Berger, Ruckstuhl und Rasonyi noch drei weitere Treffer nach. Am Ende stand ein bestechender Auftritt von A bis Z und ein 6:0, das auch in dieser Höhe kaum Diskussionsbedarf zuliess.

Mit Glattbrugg wartete an diesem regnerischen Abend ein Gegner auf den FC Stäfa, der bisher eine stabile und gute Saison spielt. Die Zürcher Unterländer hatten vor dieser Partie erst vier Niederlagen kassiert und standen verdient auf Platz 4 der Tabelle. Zudem läuft mit Danijel Subotic ein ehemaliger Profi in ihren Reihen, dem man seine Vergangenheit bei jedem Ballkontakt ansah. Eigentlich war also Spannung angekündigt. Die Stäfner hatten daran allerdings wenig Interesse diese lange aufrecht zu halten.

Nach einer kurzen Sortierphase zu Beginn gehörte Ball, Raum und Rhythmus den Stäfner. Das 1:0 fiel nach einem Eckball, bei dem Eichenberger goldrichtig stand und den Ball im zweiten Anlauf über die Linie drückte. Kaum war Glattbrugg wieder angespielt, rollte bereits der nächste Stäfner Angriff. Schnörkellos, vertikal, über drei bis vier Stationen. Saethre tauchte allein vor dem Torhüter auf und vollendete kaltblütig zum 2:0.

In der Folge zeigte Stäfa, weshalb es aktuell so unangenehm ist, gegen diese Mannschaft zu spielen. Mit intensivem Pressing, hoher Laufbereitschaft und kompromisslosem Nachsetzen provozierten die Gäste immer wieder Ballverluste und liessen Glattbrugg kaum je kontrolliert aufbauen. Diese zermürbende Arbeit gegen den Ball führte auch zum 3:0. Schmidt, die Stäfner Laufmaschine im Dauerbetrieb, luchste seinem Gegenspieler einmal mehr den Ball ab und lancierte Kelterborn. Dieser fackelte aus halbrechter Position nicht lange und versenkte den Ball trocken und humorlos im Netz.

Glattbrugg fand in der ersten Halbzeit kaum ein Mittel, um Stäfa ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die schnellen Flügelspieler wurden tief gestaffelt gut kontrolliert. Und wenn doch einmal etwas durchrutschte, standen mit Berger und Eichenberger zwei Innenverteidiger bereit, die jedem Stürmer die Freude an Strafraumromantik gründlich austreiben.

Nach dem Tee wurde die Partie etwas offener. Stäfa zog sich etwas zurück, Glattbrugg hatte nun mehr Ballbesitz und zeigte phasenweise, warum es bisher eine gute Saison gespielt hat. Bis zum Stäfner Strafraum sah einiges ordentlich aus. Spätestens dort war aber Ende Gelände. Die Gäste verteidigten konzentriert und nutzten die neue Spielanlage konsequent für ihr Umschaltspiel. Balleroberung, Schnittstellenpass, Tempoaufnahme und schon brannte es wieder vor dem Glattbrugger Tor.

Chancen hatte Stäfa nun reichlich. Drei davon nutzten die Seebuben. Zuerst hämmerte Berger einen klugen Querpass zum 4:0 in die Maschen. Danach verwertete Ruckstuhl eine Flanke von Reichling zum 5:0. Diesem Treffer ging ein Rush des Stäfner Aussenverteidigers voraus, dem man guten Gewissens das Prädikat unwiderstehlich verleihen darf. Den Schlusspunkt setzte Rasonyi mit dem 6:0 nach einem weiteren Angriff, der sauber und konsequent zu Ende gespielt wurde.

Das Fazit fällt entsprechend klar aus: 6:0 Tore, sechs verschiedene Torschützen, dem Gegner nur zwei bis drei gefährliche Strafraumszenen zugestanden und lediglich eine gelbe Karte kassiert. Viel besser lässt sich ein Abendspiel kaum abwickeln. Marcel Reif prägte einst den Satz: «Die rennen alle wie der Teufel.» Auf Stäfa passte das an diesem Abend ausgezeichnet. Die Seebuben liefen, pressten und arbeiteten, als gäbe es kein Morgen.

A propos Morgen: Am Sonntag, 7. Juni 2025, kommt es zum ultimativen Spitzenspiel gegen den zweitplatzierten FC Veltheim. Nach diesem Auftritt darf man sagen: Stäfa ist bereit.

 

Glattbrugg: 100 Zuschauer

FC Glattbrugg - FC Stäfa I  0:6

Tore: 17. Eichenberger 0:1; 18. Saethre 0:2; 30. Kelterborn 0:3, 70. Berger 0:4, 79. Ruckstuhl, 82. Rasonyi 0:6

 

Stäfa: Thaler, Berger, Eichenberger, Zucco (45. Sommer), Reichling, Erne (71. Carvalho),  Schmitt (71. Rasonyi), Kohler (63. Lederer) Ruckstuhl, Kelterborn (63. Texeira), Saethtre

 

Bemerkungen:

Stäfa ohne: Krammer, Wetter, Wymann, Pfammatter, Brecher, Widmer, alle rekonvaleszent oder abwesend.

 

(mk)

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