FC Stäfa 1895

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Zum Abschied von Gerhard (Gery) Madl, 1946 - 2026

01.10.2026

Zum Abschied von Gerhard (Gery) Madl, 1946 - 2026

Kürzlich erhielt der FC Stäfa die traurige Nachricht, dass Gerhard «Gery» Madl vor rund einem Dreivierteljahr in seinem 80. Lebensjahr in seiner Heimat in Deutschland verstorben ist.  Mit ihm verliert der FC Stäfa eine legendäre Persönlichkeit, welche zu Beginn der 80er-Jahre die fussballerischen Geschicke der 1. Mannschaft erfolgreich leitete und als Spielertrainer mit seiner disziplinierten und kampfbetonten Trainings- und Spielmethode den Fussball in Stäfa zu seiner Zeit prägte.

Gery Madl begann seine fussballerische Karriere als aktiver Spieler im niederbayerischen Landkreis Passau beim SV Oberpolling. Als junger Spieler zog es ihn in die Schweiz zum FC Grenchen und zum FC Wettingen. Sein fussballerisches Talent führte Madl bis in die höchste Schweizer Liga, zum damaligen NLA-Verein FC Young Fellows (heute YF Juventus). 1978 heuerte er als Spielertrainer beim damaligen Erstligisten FC Stäfa an, welcher den mit allen deutschen Tugenden ausgestatteten Fussballer als Spielertrainer engagierte. Mit Madl wehte ein anderer Wind auf dem Stäfner Frohberg und seine knallharten Trainings und sein kampfbetontes Spiel bekamen Mit- und Gegenspieler sofort zu spüren. Nach zwei guten 1. Liga-Saisons jeweils auf dem 7. Tabellen-Schlussrang, verletzte sich der Stäfner Libero mit Nr. 7 schwer am Knie, was seine aktive Karriere auf dem Platz beendete. So coachte Madl seine dritte und letzte 1. Liga-Saison von der Bank aus und schaffte mit den Seebuben den erneuten Ligaerhalt. Nach drei erfolgreichen Saisons in Stäfa und nachfolgenden Trainerstationen u.a. in Männedorf, beendete Madl seine fussballerische Laufbahn in der Schweiz und kehrte in seine Heimat in den bayerischen Wald zurück.

An der 100-Jahr-Jubiläumsfeier im Jahre 1995 stattete Gery Madl als Ehrengast dem FC Stäfa nochmals einen Besuch ab. Trotz jahrelangen Kontakten zu einzelnen Stäfner Weggefährten wurde es danach immer stiller um ihn, bis die Kontakte aufgrund seines Gesundheitszustandes ganz abbrachen. 

Gery Madl war sowohl als Fussballer und als Mensch eine absolute Bereicherung für Stäfa. Seine Person und sein niederbayerischer Charme war überall beliebt und willkommen – in der Fussballszene wurde der schnauzbärtige Madl geschätzt und geachtet. 

Der FC Stäfa und alle, die Gery Madl im und um den Verein begegnet sind, werden ihn als tollen Spieler, engagierten Trainer, guten Kumpel und wunderbaren Menschen in Erinnerung behalten.

Servus Gery

(FCS)

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