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Stäfa verliert in dieser Saison zum ersten Mal gegen einen Aufstiegsanwärter

11.10.2021

Stäfa verliert in dieser Saison zum ersten Mal gegen einen Aufstiegsanwärter

Der Aufstiegsanwärter stand gegen das ohne Verlustpunkte angereiste Stäfa unter Siegesdruck. Nach der Pause geriet der Gastgeber aber in Rückstand. Am Schluss resultierte doch ein 4:1-Erfolg. Herrliberg stand unter Druck. Das Team von Trainer Beni Benz will aufsteigen. Letzte Saison gelang das nicht, unter anderem wegen einer 1:2-Niederlage am 18. Oktober 2020 gegen Stäfa. Die Neuauflage dieser Begegnung fand jetzt am 9. Oktober 2021 statt. “Natürlich hatten wir dieses wichtige verlorene Spiel gegen Stäfa noch im Kopf”, berichtete Trainer Benz.
Auch diesmal durfte sein Team nicht verlieren. Nach einem durchwachsenen Saisonstart in der Gruppe 6 mit einem 1:1 gegen Männedorf und einer 1:2-Niederlage bei Zweitligaabsteiger Wetzikon wäre der Rückstand auf die Tabellenspitze auf fünf Punkte und mehr Punkte angewachsen. Die neueste Aufgabe war für Herrliberg insofern schwierig, weil Stäfa ohne Verlustpunkte nach Herrliberg gereist war und im Cup den Aufstiegsfavoriten der 3.-Liga-Gruppe 4, Bülach, ausschalten konnte. Bei der aktuellen Partie Herrliberg - Stäfa war bald ersichtlich, dass Herrliberg alles für den Sieg tut. Bis zur 35. Minute lautete das Chancenverhältnis 5:0. Ein Paukenschlag ereignete sich Sekunden nach Wiederaufnahme der Partie in die zweite Halbzeit. Einem Herrliberger flog der Ball an die Hand. Der Schiedsrichter pfiff einen strengen Penalty, den Nico Monn verwandelte. 

Mit Geduld zu Toren
Wie verhält sich nun Herrliberg nach dem 0:1-Rückstand? Der Gastgeber gestaltete zwar die erste Halbzeit offensiv, dominant, mit Ballstafetten und Pässen von den Seiten in den Strafraum, aber ganz vorne fehlte zuweilen in der Mitte der riskante Pass in den Sechzehner. Ähnlich agierte Herrliberg bereits am 4. September 2021 beim 1:1 gegen Männedorf. Herrliberg suchte nach dem Rückstand gegen Stäfa vorerst weiter mit schnellen und genauen Pässen sein Glück. Mit Erfolg. In der 54. Minute schoss Nik Grimm zum 1:1 ein, nachdem zuvor Michael Schwarz einen bereits verlorenen Ball nochmals zurückerobert hatte. In der 68. Minute köpfte Franklin Carlson zehn Sekunden nach seiner Einwechslung einen Corner ins Netz. Vier Minuten später erzielte Lenny  Brauchli das 3:1 und in der 81. Minute gelang dem fleissigen Domenik Ledergerber das Finale 4:1.
“Ausgeglichenes Kader”
“Herrliberg hat verdient gewonnen”, zollte nach Spielschluss Stäfas Jonas Elmer dem Sieger Respekt. “Wir haben die wichtigen und nötigen Fußball-Tugenden, die uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet haben, heute nicht gezeigt”, meinte Trainer Urs Fritschi zur Niederlage. Gelöst war die Stimmung beim Sieger nach dem Schlusspfiff. “Wir mussten dieses Spiel gewinnen. Nötigenfalls hätten wir am Schluss weitere Stürmer gebracht und ein enormes Pressing betrieben”, hielt Beni Benz fest. Der Trainer lobte seine Akteure: “Wir haben ein so ausgeglichenen Kader, wenn wir Trainer einen Spieler einwechseln, kann der sofort Akzente setzen.

 

Noch vier Punkte zum FC Stäfa:

 

- erste Möglichkeit für Stäfa in der 35. Minute: Kelterborn spielt quer und flach im Strafraum Wymann an, der den Ball nur knapp verfehlt.

- in der 42. Minute passt Elmer sensationell mit der Hacke auf Nico Hauck, dessen Schuss über das Tor gelenkt wird. Stäfa konnte vor der Pause nochmals etwas Druck machen.

- ab dem 4:1 konnte Stäfa nochmals mehrere erfolgsversprechende Angriffe auslösen. Das Team von Trainer Urs Fritschi zeigte Moral und suchte das 4:2. 

- Fritschi nach dem Spiel: Jetzt haben wir gleich zwei englische Wochen. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft sich nach dieser Niederlage in Herrliberg auffangen wird. 

 

 

Langacker: 140 Zuschauer    

FC Herrliberg - FC Stäfa 4 : 1 Tore: 46. Monn 0:1, 54. Grimm 1:1, 68. Carlson 2:1, 72. Brauchli 3:1, 81. Ledergerber 4:1 

Stäfa: Fischer; Eichenberger (70. Seiler), Benbrahim, Zucco (23. Hauck), Roth (23. Kelterborn); Monn, Elmer, Wymann (80. Lechner), Wetter A., Reidt, ; Kohler (75. Brodar) 

Herrliberg: Kaiser; Haussmann (77. Schaller), Schuhmacher (55. Furrer), Abplanalp, A. Lustgarten; Perucchini; Grimm (60. Brauchli), Schwarz (60. Carlson, 83. Daull), Vizner (85. Jud), Ledergerber; Linder (71. Schwarz)

 

Bemerkungen:

Hands-Penalty 46. Minute für Stäfa

Verwarnungen: Herrliberg 1, Stäfa 1

 

 

(bf)

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