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Sen 30+: Harte Landung beim Tabellenletzten

14.04.2019

Sen 30+: Harte Landung beim Tabellenletzten

Mit 6 Punkten aus den ersten beiden Rückrundenspielen reisten die Seebuben als Tabellenführer zum Zwei-Seen-Derby beim Schlusslicht Greifensee. Auf dem Papier eine klare Sache. Doch Trainer Morel warnte schon in der Teambesprechung, dass genau diese Spiele oft die schwierigsten seien. 

Morel kann zwar nominell praktisch aus dem Vollen schöpfen; haben einige Spieler aber den Kopf schon beim diesjährigen Bigfoot? Greifensee – mit dem Rücken zur Wand – stellt im Vergleich zu den letzten Partien auf mehreren Positionen um und versucht mit neuem Torwart die Tür aus dem Tabellenkeller zu finden.

Man merkt den Gastgebern gleich von Beginn weg an, dass sie gewillt sind, genau heute den ersten Saisonsieg einzufahren. Stäfa hingegen versucht das Spiel mit gewohnt spielerischer Klasse in die Hand zu nehmen – was aber nicht richtig gelingen will. Der Ball zirkuliert zwar schön von links nach rechts und zurück, aber das Umschaltmoment kann kaum je gefunden werden. Weder die gefürchteten Rushes über die Seiten noch die gezielten Zuspiele aus der Defensive auf die üblicherweise ballsicheren Spitzen Sejdovic und Rastoder erzielen ihre Wirkung. 

Das Heimteam geht eine Spur engagierter ans Werk, ist aber in seinen Möglichkeiten eher limitiert. Wenig überraschend daher sind die wenigen Torchancen eher Zufallsprodukte. Nach einer Viertelstunde ist die Frohberger Hintermannschaft nach einem Einwurf zu wenig konsequent, der Ball kommt zu Egger, welcher Ebnöther aus 5 Metern zum 1:0 bezwingt. Die Reaktion der Stäfner ist eher bescheiden, das Spiel bleibt eine zähe Angelegenheit. Bei den wenigen Halbchancen zum Ausgleich kann zu wenig Zug aufs Tor entwickelt werden, was auch an den nicht einfachen Boden- und Ballverhältnissen liegt.

In der Pause stellt Morel sein Team zurecht um. Für Rastoder, Wolf und Sailer kommen Costantini, Laternser und Britt. Zudem stellt man auf ein 3 – 5 – 2 um. Keine Minute nach Wiederanpfiff nutzt Britt - ideal in die Tiefe lanciert – das ungestüme Eingreifen des Verteidigers und Erdanziehung geschickt. Braunwalder sieht seinen guten Penalty jedoch vom starken Greifensee-Torwart abgewehrt – irgendwie symptomatisch für den Abend. 

Schwarz-Weiss ist jetzt aber deutlich engagierter – die Umstellung zeigt Wirkung. Greifensee sieht sich praktisch nur noch in der Defensive. Diese Aufgaben erledigt der Tabellenletzte aber konsequent und nahezu fehlerfrei. Entsprechend kommen die Stäfner trotz deutlicher Feldüberlegenheit weiter zu kaum zwingenden Torchancen. Keck versucht es mehrfach aus der Distanz. Doch auch sein Visier ist heute zu wenig genau eingestellt. Man merkt förmlich, wie der Glaube an den Ausgleich mit jeder Zeigerumdrehung schwindet – trotz des knappen Spielstandes; es will heute irgendwie einfach nicht. 

Keine Überraschung daher, dass Greifensee kurz vor Schluss nach einem schnellen Konter dann zur 2:0-Siegessicherung einschiessen kann. Ebnöther – der in der zweiten Halbzeit keinen Ball zu halten hatte – macht dabei keine glückliche Figur. So endet der Ausflug an den Greifensee für die Frohberger mit einer harten Landung. Ein Spiel zum rasch abhaken. (re)

Telegramm 

FC Greifensee 30+ - FC Stäfa 30+ 2:0 (1:0)
Sportplatz Grossriet, Zuschauerzahl: 
26👍  
Tore: 16. 1:0 Egger; 78. 2:0 Bocchetti
Aufstellung FCS: Ebnöther; Schneebeli, Vogt, Abelenda, Sailer (41. Laternser); Wolf (41. Britt), Braunwalder, Bamert, Keck; Sejdovic, Rastoder (41. Costantini)
Bemerkungen:Gelbe Karten: 65. Coria, 74. Zuber, 75. Fehr, 76. Costantini. 
Abwesend:Sylejmani (Zivildienst), Y. Morel (Zivilschutz), Hrgetic (Militär); Flum (Beruf), Brunner (Nicht-Abstiegsfeier), Guilianelli (Familie). 

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