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Fa: Von gross aufspielenden Stäfnern und fliegenden Flaschen

15.01.2019

Fa: Von gross aufspielenden Stäfnern und fliegenden Flaschen

Am 13. Januar fand bereits das zweite Turnier des neuen Jahres statt. Die Anreise nach Uetikon war kurz, was wohl alle begrüssten, war der Treffpunkt doch schon um 07.20 Uhr. Das Turnier des FC Männedorf war gut besucht und es fanden gleichzeitig das FA und das FD Turnier statt. In beiden Turnieren gab es zwei Gruppen mit je 5 Mannschaften. Da nur 2 Spielfelder zur Verfügung standen, bedeute dies, dass zwischen den Spielen jeweils Pausen von 1 Stunde anfielen. Unsere Spieler liessen sich von dem nicht entmutigen und beschäftigten sich gegenseitig in den Pausen. Die Eltern jedenfalls, sahen ihre Sprösslinge selten, ausser wenn diese etwas Geld für Essen und Getränke vom Kiosk wollten. Zwischen den Spielen machten es sich die Eltern meist in der Festwirtschaft gemütlich, wurde es doch in der Halle resp. auf der Zuschauerterrasse mit der Zeit unangenehm heiss und stickig und man versuchte den Aufenthalt dort auf die Spiele der eigenen Kinder zu minimieren.

Für Stäfa Fa liefen an diesem Morgen folgende Spieler mit den schwarzen Tenues auf: Joel, Lauri, Liam, Lou, Luca, Mario und Valentin. Im ersten Spiel des Tages galt es gegen die Lokalmatadoren von Männedorf herauszufinden, wer am Morgen wacher ist. Die Frage wurde sehr schnell beantwortet. Konnte der Männedorfer Goalie den ersten Schuss von Liam noch parieren, musste er kurz danach hinter sich greifen, als Liam einen Abpraller verwerten konnte. Beim 2-0 tat sich Joel vor, indem er den Ball eroberte und trocken mit einem Weitschuss das Tor traf. Beim 3-0 konnte Liam von der guten Vorarbeit von Lou profitieren. Lou war dann für das 4-0 besorgt. Er schloss ein Dribbling mit seinen linken Fuss ab. Dem 5-0 von Liam ging eine wunderbare Passstaffette voraus, bis Liam alleine vor dem Tor stand. Ein wunderschönes Tor basierend auf einer guten Mannschaftsleistung. Das 6-0 markierte Lou mit einem Weitschuss ins Lattenkreuz. Einen harten Schuss von Valentin musste der Goalie von Männedorf abprallen lassen und Lauri markierte den Endstand von 7-0. Stäfa hatte das Spiel immer im Griff, spielte schönen Kombinationsfussball und Goalie Mario musste nie eingreifen.

Im zweiten Spiel stand Zollikon gegenüber. Die Geschichte ist schnell erzählt und knüpft am ersten Spiel an. Stäfa dominierte und liess Ball und Gegner laufen. Das Spiel war schön anzusehen. Neben 3 Pfostenschüssen gab es auch 5 Tore zu bejubeln. Liam schoss nach einem Eckball von Mario das 1-0. Den zweiten Streich markierte Mario nach schöner Vorlage vom Flügel durch Valentin. Dem dritten Tor durch Valentin ging ein Ballgewinn und Pass von Joel voraus. Liam schoss mit einem Weitschuss das 4-0. Das schöne 5-0 schoss Lou nach herrlicher Vorlage von Joel.

Das dritte Spiel gegen Oerlikon war in vielerlei Hinsicht anders. Valentin als Goalie musste das 0-1 nach einem Weitschuss hinnehmen. Wie schon öfter diese Saison, verlor Stäfa nach dem Gegentreffer etwas die Geduld und Ordnung und man stürmte etwas ungestüm nach vorne und schoss tendenziell früher als den Pass zum Mitspieler zu suchen. Dennoch fand so ein Weitschuss von Joel das Ziel zum 1-1. Ebenfalls ein Weitschusstor gelang Liam mit dem Aussenrist. Oerlikon glich mit einem unhaltbaren Weitschuss zum 2-2 aus. Dann nach etwa 4 Minuten geschah unfassbares. Nach einem hart geführten Zweikampf gegen Lauri, beschwerte sich dieser bei seinem Gegenspieler. Dies brachte einen Vater von Oerlikon derart in Rage, dass er eine volle (!) Wassertrinkflasche von der Tribüne gegen Lauri warf. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte er Lauri oder einen anderen in der Nähe stehenden Spieler getroffen. Es ist Dominique zu verdanken, dass er durch sein beherztes und bedächtiges Einschreiten eine weitere Eskalation auf der Tribüne verhindern konnte. Die anderen umstehenden Eltern waren geschockt und/oder wütig. Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, wie man sich so verhalten kann. Das hat nicht im Ansatz etwas mit Fair Play und Vorbildsfunktion zu tun. Ich bin froh – und möchte den Stäfner Eltern hier ein Kränzchen winden – dass wir diese Werte hochhalten und unseren Kindern weitergeben. Das ist – neben der körperlichen Ertüchtigung und Teamgeist – meines Erachtens etwas vom Wichtigsten, was einem eine Mannschaftsportart für das weitere Leben vermitteln kann. Ich hoffe, dass der Vater die notwendige Konsequenz zu spüren bekommt. Nach einem längeren Unterbruch inkl. Trocknung des Spielfeldes ging das Spiel weiter. Stäfa liess sich nicht zu stark ablenken. Das Spiel war – nicht erstaunlich – auch im Nachgang eher ruppig. Liam markierte das 3-2 mit der Brechstange. Luca konnte nach schöner Vorlage von Liam das 4-2 markieren. Nach einem Torwartfehler konnte Luca zum 6-2 erhöhen, ehe Oerlikon mit einem weiteren Weitschuss das 6-3 Endresultat markieren konnte.

Im vierten Spiel stand Witikon auf der Gegenseite. Bereits nach 10 Sekunden hatte Lauri nach einem Eckball eine Grosschance. Kurz danach geriet Stäfa nach einem Weitschuss in Rückstand und verfiel wieder in das Muster, dass man die Ordnung etwas verlor. Nach einem Eckball konnte Lauri dennoch das 1-1 markieren. Valentin wurde schön freigespielt vergab aber die Möglichkeit zum 2-1. Durch einen Sonntagsschuss kurz vor Schluss konnte Witikon in Führung gehen. Das vermeintliche 2-2 durch Liam direkt nach Anspiel wurde aberkannt, da das Spiel offensichtlich noch nicht freigegeben war.

Auf Grund dieser Niederlage, war Stäfa auf Platz 2 und es kam zum Halbfinal gegen Pfäffikon. Mario hütete wieder das Tor. Stäfa fand gut ins Spiel und Lou konnte nach schöner Vorlage von Joel das 1-0 markieren. Mit einem Weitschuss von Liam erhöhte Stäfa auf 2-0. Pfäffikon kam nach einer Unachtsamkeit in der Verteidigung zum Anschlusstreffer. Danach drehte Stäfa erneut auf. Neben 4 (!) Pfostentreffern gelangen noch 3 weiter Tore durch Liam, Lauri und Luca. Mit 5-1 stand Stäfa als verdienter Sieger fest und durfte in den Final einziehen.

Im Final stand Meilen als Gegner gegenüber. Stäfa überzeugte mit gutem Stellungsspiel und Pressing und setzte Meilen konstant unter Druck. Meilen kam überhaupt nie ins Spiel und Stäfa konnte nach einer Balleroberung nach einem Abstoss des Torhüters (alle Meilener waren gedeckt) das 1-0 durch Liam markieren. Auch dem 2-0 ging eine starkes Pressing voraus. Joel eroberte den Ball und lancierte Liam, welcher das 2-0 schoss. Für das 3-0 war Luca besorgt, welcher eine Vorlage von Lauri verwerten konnte. Somit war Stäfa verdient Turniersieger. Bravo!

Zusammenfassend brachte der Sonntag folgende Erkenntnisse: Wenn Stäfa kompakt steht und schön zusammenspielt, sind sie schwer zu schlagen. Es ist schön anzusehen, wie gut das Spielverständnis und Stellungsspiel der Spieler ist. Das Spiel ist auch variabel und man kann auch mit Schüssen zum Erfolg kommen, falls nötig. Was man in Zukunft versuchen sollte zu verhindern, ist nach Gegentoren oder Rückständen, vom Spielsystem abzuweichen und kopflos nach vorne zu rennen. Man sollte auf die Stärken bauen und warten bis das Zusammenspiel Chancen und Tore generiert. Weiter hoffen wir, dass andere Eltern – wie der Grossteil – sich ruhig und fair verhalten und dieser Flaschenwurf ein unentschuldbarer, aber einmaliger Fall war.

 

(sl)

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