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Sen 30+: Winterschlaf in Lauerstellung

07.11.2018

Sen 30+: Winterschlaf in Lauerstellung

Nach dem äusserst erfolgreichen Auftritt von Schwarz-Weiss beim vormaligen Leader Rüti stand das Finale um den Wintermeistertitel bei Schwamendingen auf Programm; beide Teams mit 16 Punkten auf dem Konto – eine vielversprechende Ausgangslage.

Die Frohberger starten mit viel Selbstvertrauen in die – für Anfang November bemerkenswerterweise auf perfekter Naturunterlage ausgetragene – Partie und können gleich zu Beginn einige Akzente setzen. Es sind rund zehn Minuten gespielt, da zündet Keck, die linke Hälfte der gefürchteten Stäfner Flügelzange ein erstes Mal den Turbo und kann nur noch regelwidrig gestoppt werden – Penalty. Der in dieser Saison äusserst treffsichere Braunwalder nimmt Anlauf und halb Schwamendingen hört das Aluminium scheppern – war das eine Solidaritätsaktion für den vor Wochenfrist fehlbaren Penaltyschützen Sylejmani oder einfach nur fehlendes Wettkampfglück? 

Wie auch immer, die Stäfner gehen den Weg der letzten Spiele unbeirrt weiter. In der 16. Minute ist dann die rechte Stäfner Angriffsseite an der Reihe: Abelenda spielt den immerjungen Britt frei, dieser zieht unwiderstehlich der Linie entlang und passt scharf zur Mitte, wo Rastoder am hinteren Pfosten den Ball problemlos den Maschen übergibt – 1:0. 

Die Stadtzürcher reagieren umgehend. Sie erhöhten die Kadenz und versuchten das Spiel an sich zu reissen, was sich in einigen hochkarätigen Chancen niederschlägt. Ebnöther im Tor der Seebuben agiert jedoch meist stilsicher und entschärft gekonnt. Doch auch die Frohberger tragen weiter ihren Teil zu einer attraktiven Partie bei. Eine gespiegelte Kopie des 1:0 über die linke Angriffseite landet dabei an der Latte – bereits der zweite Aluminiumtreffer für Stäfa an diesem Abend. Das in den vergangenen Partien stets erarbeitete Wettkampfglück scheint noch nicht auf der Seite der Gäste zu sein. So auch in der 35. Minute: Nach einer weitgezogenen Flanke in den 5-Meter-Raum verliert der Stäfner Schlussmann etwas die Orientierung. Die ungenügende Abwehr landet direkt auf der Brust von Keck und von dort unglücklich zum Ausgleich im Tor.  Stürmer sind weit und breit keine zu erkennen: Weihnachten Anfang November…

Entschlossen, das Spiel wieder in die Hand zu nehmen, starten die Seebuben in Umgang zwei. Kurz nach Wiederanpfiff verhindert eine umstrittene Offside-Entscheidung die erneute Führung für die Elf von Morel. Praktisch im Gegenzug reklamieren die Stäfner ihrerseits eine Abseitsstellung. Den flachen, platzieren, aber nicht unhaltbaren Schuss von Retortillo lässt Ebnöther zum Leidwesen aller passieren – 1:2. Etwas aus dem Tritt geraten vertändeln die an sich routinierten Sailer und Vogt wenige Minuten später den Ball. Sofort angespielt dreht sich Guerra in der Mitte elegant mitsamt dem Ball um Abelenda und schiesst aus kurzer Distanz zur Zwei-Tore-Führung ein. 

Nun sind die Frohberger in ihrem Stolz getroffen. So einfach will man den Wintermeistertitel nicht hergeben. Das Spiel kennt fortan nur noch eine Richtung und Schwamendingen kann sich nur noch sporadisch aus der eigenen Platzhälfte lösen. Trotz einiger gekonnt herausgespielter Chancen und mehrerer vielversprechender Standards ergibt sich aber leider nichts zählbares mehr für die Gäste. So bleibt es bei der 1:3-Niederlage und die Jungsenioren überwintern somit auf dem 3. Platz. 

Trainer Morel hält bei den anschliessenden Interviews in der Mixed-Zone mehrfach fest: „Heute fehlte etwas das Wettkampfglück, dass wir in den vergangenen Spielen auf unserer Seite hatten. Aber wir haben eine starke Vorrunde gespielt, auf die wir stolz sein können.“ Dem ist nichts beizufügen. Man darf gespannt sein, wohin der Weg der Mannschaft im Frühling führen wird.  (re)

Telegramm 

FC Schwamendingen 30+ - FC Stäfa 30+ 3:1 (1:1)
Heerenschürli, Platz 6, Zuschauerzahl: 
20 (darunter die FCS-(Neo)-Vorstandsmitglieder M.W. und T.S. – Danke für den Besuch!)
Tore: 16. 0:1 Rastoder; 35. 1:1 Eigentor Keck; 43. 2:1 Retortillo; 53. 3:1 Guerra
Aufstellung FCS: Ebnöther; Sailer (ca. 50. Laternser), Vogt, Abelenda (ca. 65. Giulianelli); Braunwalder, Bamert, Britt (ca. 30. Schneebeli), Costatini (41. Sylejmani), Keck; Sejdovic, Rastoder
Bemerkungen: 30. Britt scheidet verletzt aus; Gelbe Karten: 70. Rodrigues Araujo, 79. Sylejmani (Stäfa); Gelb-Rote Karte: 79. Rodrigues Araujo
Abwesend:Nowak (Ferien), Valin (rekonvaleszent), Y. Morel (Familie); Flum (Beruf); Wolf, Brunner (nicht im Aufgebot)

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